Diese Webseite ist der Internetauftritt FRANK LAVA zur Fotografie. Die Seite teilt sich in zwei Kategorien: Zum einen meine persönlichen Fotoprojekte, zum anderen und weitaus größeren Teil, meine Fotografiesammlung das FRANK LAVA ARCHIV - COLLECTION OF RARE & VINTAGE PHOTOGRAPHIC IMAGES.

Die Sammlung beinhaltet einige tausend Fotografien bzw. analoge Bildträger, von denen hier nur ein kleiner Teil abgebildet ist, zudem zahlreiche Fotobücher und eine kleine Anzahl Fotoalben. Aus Gründen des Urheberrechtes kann und darf hier nur ein kleiner Teil der Sammlung gezeigt werden. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist der deutsch-österreichische Fotograf und Kameramann  Arthur von Schwertführer (1891-1967), dessen Werk ich erforsche und dessen fotografischen Nachlass ich in Teilen betreue.
Die Webseite versteht sich als Online-Galerie für Fotografie-Enthusiasten und Sammler. Eine sich stets erweiternde Ressource. Begleiten sie mich bei der Entdeckung und teilen sie mit mir die Hingabe und Wertschätzung für alte rare & vintage Originalfotografien; vom vermeintlich banalen Schnappschuss bis hin zum Kunstwerk.

Durch die Erfindung der Fotografie Mitte des 19. Jahrhunderts ist es der Wirklichkeit gelungen sich abzubilden und darzustellen. Menschen finden es interessant und anregend Fotografien zu betrachten. Mitanzusehen und zu entdecken, wie sich die Welt vor unserem Auge und der Kamera in eine Fotografie verwandelt, hat etwas magisches. Es vermittelt dem Betrachter das Gefühl eines kleinen Wunders. Dabei ist die fotografische Verwendungsvielfalt schier unerschöpflich, sowohl im kommerziellen als auch im privaten Bereich. Die Sprache der Fotografie ist mannigfaltig wie deren Genres, Motive und Bildmittel. Geliefert werden Abbild, Inhalt, Realität, Fiktion und vieles mehr. Sie ist Bedeutungsträger und gilt als das Abbild der Realität. Dient als Illustration in Zeitungen, Magazinen und Büchern. Sie ist Medium von Anonymität und Funktionalität gleichermaßen. Sie dient der Wissenschaft, dem Journalismus ebenso wie der Kunst. Ihre traditionellen Genres Portrait, Landschaft, Stilleben etc. zeigen sich auch immer schon als Mischform aus Kunst und Kommerz. Schon längst ist sie nicht mehr die kleine, unbeachtete Schwester der Malerei. Bei jeder Betrachtung sehen wir uns mit Fragen konfrontiert: Objektivität vs. Subjektivität, Stilistische Eleganz vs. Banalität, Realität vs. Fiktion, Kunst vs. Kitsch, und seit der digitalen Revolution neuerdings auch mit der Frage sogenannte echte Fotografie vs. Digital Imaging.

Zweifellos stellen wir heute höhere Ansprüche an die Fotografie. Nicht nur aus technischer und künstlerischer Sicht. Es genügt meist nicht mehr das einfache Abbild. Wir wollen mehr in der Fotografie sehen, als nur die Mitteilung und Präsenz der Gegenstände. Wir dürsten nach mehr Dimensionen: historische, soziale, gesellschaftliche, persönliche, geistige und künstlerische. Die materielle und darstellende Ebene genügt nicht mehr. Wir suchen auch das Geistige und verlangen nach Inhalten. Gerade da liegt jedoch die Schwierigkeit. So ist es seit jeher schwer das Abgebildete zu einer Aussage zu bringen.
Zur fotografischen Wahrhaftigkeit gehört, dass sie Vergänglichkeit aufzeigt und die Flüchtigkeit der Zeit verdeutlicht. Etwas, was im nächsten Augenblick schon Vergangenheit sein wird, festzuhalten. Sie besitzt zudem die Gabe, etwas vordergründig Unscheinbares und Nebensächliches in etwas Bedeutenderes zu transformieren. Sie weckt unser Interesse und Assoziationen, sie steht für Sympathie und Empathie, ermöglicht dem Betrachter Vergleiche zu ziehen. Sie liefert ein Objekt der Betrachtung, ein Abbild dessen, was man zuvor so noch nicht gesehen hat. Das einzige was sie hierfür verlangt ist Aufmerksamkeit. Silvio Vietta ("Ästhetik der Moderne") spricht von unterschiedlichen Wahrnehmungsformen der Fotografie und typisiert diese in fünf Bildtypen: Fotografie der Imagination, der Emotion, der Erinnerung, der Assoziation und der Sensation.

Der Aufbau einer Fotografiesammlung ist etwas Faszinierendes und eine Kunstform für sich. Fotografien zu sammeln ist eigentlich ähnlich dem Akt des Fotografierens - gesammelt werden stets Bilder. Immer mehr Menschen beginnen Fotografien zu sammeln. Manche zeitgenössischen Künstler geben der gefundenen Fotografie sogar den Vorrang vor der selbstgemachten Aufnahme. Erheben es quasi nur durch ihre Auswahl und mittels Erklärung zum Kunstwerk.
Die Fotografien dieser Sammlung unterscheiden nicht zwischen Kunstfotografie und herkömmlicher Fotografie. Die Bilder wollen interessant sein, unabhängig davon, wer sie gemacht hat. Sie sind visuelles Inventar dieser Sammlung. Einzig kategorisiert nach ihrer Entstehungszeit. Den meisten Fotos werden auch keine Erklärungen und Beschreibung an die Hand gegeben. Sie erzählen ihre eigene Geschichte. Wichtig ist dabei „Inspiration geht vor Information“.